Persönlichkeitsentwicklung

 

Unter dem Begriff Persönlichkeitsentwicklung wird eine langfristige Veränderung von Persönlichkeitseigenschaften verstanden. Verbunden ist diese Veränderung mit der psychischen Entwicklung des Individuums, die zeitgleich zu kognitiven und verbalen Fähigkeiten auch Wissen ausbildet, das auf die eigene Person bezogen ist. Es wird in weiterer Folge ein Selbstkonzept gebildet, das Antworten auf Fragen wie „Wer bin ich und was macht mich zu dem, was ich bin?“ geben soll.

Nun ist dieser angesprochene Prozess nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt vollkommen abgeschlossen. Wir entwickeln gewiss in unserer Kindheit einen Großteil der Bereiche, die im späteren Verlauf unsere Persönlichkeit bestimmen („Kernpersönlichkeit“): Darunter fallen genetische/angeborene Faktoren, körperliche Entwicklungen und (vor allem innerfamiliäre) Beziehungserfahrungen. Wie sollen nun Jahre oder Jahrzehnte später Veränderungen an der eigenen Persönlichkeit erfolgen? Geht man davon aus, dass Genetik und Körperentwicklung mit steigendem Alter gewissermaßen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen, sind es die Beziehungserfahrungen, die in den Fokus der Aufmerksamkeit treten.

Eine Möglichkeit, Beziehungserfahrungen zu machen, die eine konstruktive Persönlichkeitsentwicklung in Gang setzen können, bietet die Psychotherapie. Der Ansatz ist dabei, Bedingungen im Therapiesetting herzustellen, die ein Nachreifen begünstigen und das Selbstkonzept für neue Erfahrungen öffnen, sodass die eigenständige Entwicklung der Person gefördert wird. Sind etwa Entwicklungen in der Vergangenheit ungünstig verlaufen, kann auf diese Weise der Leidensdruck und die erlebte Ausweglosigkeit gemindert werden. Psychotherapie ist demnach Selbsterfahrung in Beziehung: Der Mensch als selbstbestimmtes Individuum wird ebenso in den Blick genommen wie seine Angewiesenheit auf Mitmenschen und geführte Beziehungen. Es ist diese zwischen Selbstständigkeit und Beziehungsangewiesenheit, die innerhalb der Therapie eine wichtige Rolle spielt, indem diese Gegensätze ausgetragen werden – NICHT ausgeglichen. Klient*innen erfahren, sich durch die Beziehung selbst zu entdecken, und im weiteren Verlauf neue Handlungsmöglichkeiten zu gewinnen sowie ihren Selbstwert zu steigern.

Zusammengefasst geht es in diesem Prozess darum, dass durch die Reifung der Persönlichkeit ein besserer Umgang mit Problemen oder deren Lösung resultiert. Es werden korrektive Erfahrungen gemacht, die dazu führen, dass die/der Klient*in lernt, sich selbst zu erkennen und zu verstehen. Fortan wird es leichter sein, neue Erfahrungen zuzulassen, Herausforderungen anzunehmen und den eigenen Lebensweg zu meistern. Bestehende und zukünftige Probleme können effizienter gelöst werden und ebenso verändert sich die Art der Beziehungsgestaltung. Schlussendlich steigt das Selbstvertrauen und das Gefühl, das eigene Leben selbstbestimmt gestalten zu können.

 

Christoph Beutler, BA MA

 

Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision (Personzentrierte Psychotherapie)

Für Kinder (ab 10 Jahren), Jugendliche und Erwachsene

Arbeitsschwerpunkte:

  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Angst
  • Berufliche Konflikte
  • Beziehungsprobleme
  • Depression
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Schulische Probleme
  • Stress, Überforderung, Erschöpfung

In meiner psychotherapeutischen Arbeit stelle ich die Ressourcen und kreativen Möglichkeiten jedes Menschen, sich weiterzuentwickeln und Herausforderungen zu überwinden, in den Vordergrund. Im gemeinsamen Dialog zwischen Klient*in und Therapeut*in sollen Menschen Vertrauen in den eigenen Wert, die eigenen Wahrnehmungen und Gefühle gewinnen und sich frei entfalten. Auf diese Weise kann ein bewusster, flexibler und realistischer Umgang mit sich selbst und anderen entstehen.

Ich unterstütze Sie gerne in schwierigen Lebensphasen, Krisensituationen und in Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung. In einem gemeinsamen Prozess wenden wir uns Ihnen als Person sowie Ihrer Problemlage zu und schaffen eine therapeutische Beziehung, die Sie dazu ermächtigt, Ihre Herausforderungen in Angriff zu nehmen und zu bewältigen.

Die Personzentrierte Psychotherapie wurde von Carl R. Rogers in Abgrenzung zu direktiven und interpretativen Vorgehensweisen innerhalb psychotherapeutischer Ansätze begründet. Im Mittelpunkt steht die Person mit ihrem Leidensdruck, nicht ausschließlich „die Diagnose“ oder „die Störung“. Auch als Klientenzentrierte Psychotherapie oder Gesprächstherapie bekannt, ist sie die bekannteste und weltweit verbreitetste Form der Humanistischen Psychotherapieansätze.

Besondere Kennzeichen des personzentrierten Ansatzes sind die Orientierung an der Erfahrung von Klient*in und Therapeut*in sowie die Anknüpfung an der unmittelbaren therapeutischen Beziehung zwischen beiden Personen. Grundlegend ist die Überzeugung, dass jeder Mensch die Kraft in sich trägt, sein innewohnendes Potenzial zu entfalten und sein Leben konstruktiv zu gestalten. Es wird Klient*innen zugetraut, unter förderlichen Bedingungen und entsprechender Begleitung das eigene Leben zu meistern und sich in eine positive Richtung zu entwickeln. Im Therapiesetting wird ein solcher förderlicher Rahmen hergestellt, der eine Begegnung von Person zu Person zulässt und wünschenswerte Entwicklungen unterstützt.

Für ein Erstgespräch können Sie mich telefonisch oder per E-Mail kontaktieren.

Telefon: 0677 644 019 75

E-Mail: christoph.beutler@chello.at